• Satellitenbild des Monats – November – Athen (Hafen von Piräus)

    Athen – Hafen von Piräus

    Das Satellitenbild des Monats November zeigt die griechische Hauptstadt Athen sowie den etwa fünf Kilometer entfernt liegenden Hafen von Piräus. Das vom Sentinel 2A Satelliten aufgenommene Bild stellt eine Land-Wasser-Kombination mit einer räumlichen Auflösung von 20 Metern dar.
    In der rechten Bildhälfte lässt sich die Ausdehnung des Stadtgebietes von Athen zwischen zwei Bergketten gut erkennen. Der Hafen von Piräus befindet sich in der Mitte des Bildes und westlich vom athener Stadtgebiet, nahe der vorgelagerten Insel Salamina.

    Die Hauptstadt Athen ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes. Die Gemeinde Athen im Zentrum des Ballungsraums Athen-Piräus ist dabei relativ klein. Im weiteren Sinne (mit umliegenden Vororten) umfasst die Stadt etwa 3,75 Mio. Einwohner. Athen und der Hafen von Piräus befinden sich am Saronischen Golf, einem Teil der Ägäis. Das umliegende Wasser hebt sich in schwarz besonders gut von der Insel Salamina, der Stadt und dem Hafengelände ab.

    Piräus ist der größte Hafen Griechenlands und schlug 2016 rund 3,67 Millionen TEU (Standardcontainer) um und befand sich 2014 auf Platz 8 der größten Containerterminals in Europa bzw. auf Platz 39 weltweit. Der Hafen von Piräus steht nicht nur wegen seiner Nähe zu Athen im Mittelpunkt dieses Satellitenfotos, sondern auch durch seine Beziehungen zu China. Der Hafenbetreiber ist die Piräus Port Authority, welche seit 2016 zu über 67% der chinesischen Staatsreederei COSCO gehört.

    Seit China den Hafen übernommen hat steigen die Investitionszahlen sowie die Umschlagmengen rasant an. Piräus ist somit ein Teil der sogenannten Belt and Road Initiative Chinas (oder auch: Neue Seidenstraße), wodurch Waren aus Fernost schneller das europäische Festland erreichen. China investiert nicht nur in Europa, sondern besonders auch im asiatischen und afrikanischen Raum in Infrastrukturprojekte jeder Art. Das Land tauscht Investitionen, Jobs und Infrastruktur gegen Grundstücke in einer strategisch guten Lage, wie etwa in Piräus.

    Piräus ist der erste natürliche Tiefseehafen, den Containerschiffe aus Asien in Europa erreichen, nachdem sie den Suezkanal in Ägypten durchfahren haben. China will ihn zum Endpunkt der Neuen Seidenstraße zur See machen. Weitere involvierte Länder mit chinesischen Infrastrukturinvestitionen sind u.a. Pakistan, Sri Lanka, Kenia oder Kasachstan.

    Contains modified Copernicus Sentinel data (2017-2018)/ESA – created by mundialis

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