Satellitenbild des Monats – Mai – Marokko, Atlasgebirge


Atlasgebirge, Marokko

Das Satellitenbild des Monats Mai zeigt einen Ausschnitt des südlichen Atlasgebirges in Marokko. Trotz der Farbenpracht ist das Bild eine Echtfarben Komposition und wurde aus verschiedenen Bändern, basierend auf Sentinel-2A Daten des EU Copernicus Programms erstellt. Die Auflösung beträgt 10 Meter.

Die unterschiedlichen Farben des Bildes entstehen durch die verschiedenen Gesteinsschichten, sowie durch mehrere, zum Teil ausgetrockneter Flüsse. Die meisten Flüsse füllen sich erst wenn es stark regnet dann bilden diese die charakteristischen Flussformationen im Sediment bzw. Gestein wie dies beispielsweise in der linken Bildhälfte im grünen Bereich gut zu erkennen ist.

Im Bereich des aufgenommenen Satellitenbildes befinden sich nur wenige menschliche Siedlungen da zahlreiche Menschen die Bergregionen verließen um in den Städten Arbeit zu finden. Die meisten Menschen die hier wohnen gehören verschiedener Berberstämme an und leben von der Landwirtschaft und kleineren Dienstleistungen. Einige dieser Siedlungen befinden sich an den Bildrändern, wie beispielsweise rechts oben, entlang des Flusses Wadi Draa. Links unten liegt das Dorf Foum Zguid und hebt sich durch eine etwas hellere Färbung sowie mehrerer grüner, landwirtschaftlich genutzter Parzellen vom Rest des Bildes ab.

Die Landschaft im Bild sowie im gesamten südlichen Marokko ist von extremer Dürre gekennzeichnet, da hier das wüstenartige Klima der Sahara überwiegt und nur wenig Regen hinter dem Atlasgebirge fällt. Dies ist nur selten und hauptsächlich in den Wintermonaten der Fall. Je höher man jedoch ins Atlasgebirge kommt, desto kühler wird es und man kann in den Wintermonaten Schneefall auf den Gipfeln erleben.

Aufgrund der vielen Sonnenstunden im südlichen Marokko bieten sich zahlreiche Gebiete für Photovoltaikanlagen an, um erneuerbare Energien zu gewinnen.
Mit den Auswirkungen dieser Solaranlagen auf vorhandene Wasserressourcen in angrenzenden Regionen und umgekehrt, beschäftigt sich unter anderem die Firma mundialis. Durch die klimatisch bedingte Wasserknappheit könnte sich ein noch höherer Wasserbedarf bei der Energiegewinnung negativ auf die ohnehin schon karge Landwirtschaft und den abgesenkten Grundwasserspiegel auswirken. Mit Hilfe von Satellitendaten wird versucht sich der Frage zu nähern, ob erneuerbare Energien, wie beispielsweise die Solarenergie, möglicherweise mehr Wasserressourcen benötigen als herkömmliche Energien. Geprüft wird ebenfalls ob der Wasserverbrauch anderer Wirtschaftszweige das Kühlsystem der Solarmodule beeinflussen könnte.

Contains modified Copernicus Sentinel data (2017-2018)/ESA – created by mundialis

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